Dieser prozesshafte Charakter ist zentral das Bild ist nicht die Illustration einer vorab
festgelegten Idee, sondern entwickelt sich im Arbeitsprozess selbst. Spuren des Entstehens bleiben
sichtbar und verleihen den Werken eine starke physische Präsenz. Zugleich überschreitet
sie die Grenzen traditioneller Tafelmalerei, indem sie Alltagsmaterialien, Textilien,
Schriftfragmente oder Fundstücke in ihre Werke einbezieht.
Charakteristisch für Anita Weis ist das Zusammenspiel von Verdichtung und Reduktion: Bildflächen
wirken ruhig und konzentriert, zugleich sind sie von Bewegung und Energie durchzogen. Ihre Arbeiten
entstehen in verschiedenen Werkgruppen, die unterschiedliche Aspekte von Wahrnehmung, Oberfläche
und Bedeutung untersuchen. So wird jedes Bild zu einem eigenständigen Experiment an der Schwelle
zwischen Fläche und Objekt, zwischen Zeichenhaftigkeit und Präsenz und behauptet in dieser
Ambivalenz die anhaltende Relevanz der Malerei als kritisches, sinnlich erfahrbares Medium.
Anita Weis studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und
war Meisterschülerin bei Prof. Erwin Gross. 2022 war sie Stipendiatin der Stiftung Kunstfonds in
Bonn. Sie lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Die Ausstellung wird am Sonntag, den 8. März 2026, um 11 Uhr im
KulturSchuppen Sulzfeld,
Bahnhofstr. 6, eröffnet. Die Einführung übernimmt die Kunsthistorikerin Britta Borger
M.A. aus Karlsruhe.
Es gelten die üblichen >> Öffnungszeiten oder
nach Vereinbarung. Der Eintritt ist wie immer frei! Info-Telefon im Rathaus Sulzfeld: 07269/78-0.
>> Infos zur Anfahrt
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